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Wer kennt es nicht – Verwandte, die nerven und peinlich sind. Nun, meine Verwandschaft ist in meiner Vorstellung ein guter Vergleich zu Stephen Kings „IT“ (weshalb ich übrigens heute noch Abstand zu Clowns halte). Weshalb?
Eine kleine Einführung (erwähnt werden nur lebende Verwandte, mütterlichseits!):

Der „Stamm“ – meine Ur-Oma. Sie ist klasse. Ich habe mehr von ihrem Wesen als von meinen Eltern. Man kann sagen was man will, sie ist in der ganzen Stadt bekannt, und sie ist wunderbar, zum Teil cooler als einige meiner Kollegen. Und das gepaart mit spannenden Erzählungen aus dem zweiten Weltkrieg (welchen ich immer noch gerne lausche, da sie erschreckend real sind und irgendwie teilweise Verständnis aufbringen. Mehr dazu in einem anderen Beitrag). Schade, dass ihre Nachkommen so verkommen sind.

Ihre Kinder – 5 Stück, und alle äußerst seltsam. Bis auf einen, den mag ich irgendwie – oder finde ihn wenigstens sympathisch. Zwischen diesen 5 gibt es eigentlich ständig Streit. Bzw. unter drei ganz bestimmten. Darunter auch meine Oma – von der gesamten Verwandschaft eher gemieden bzw. gemobbt. Was ich nicht ok finde, aber – hier muss ich es wirklich sagen – Schuld ist sie schon selbst. Mit 17 war sie schwanger mit meiner Mutter und hat ihr, also meiner Mutter, die Schuld daran gegeben, dass „ihr Leben versaut war“. (Nicht etwa, dass sie selbst ungeschützten Sex hatte oder so, nein, nein). Der Mann, der mein biologischer Opa ist, wollte nichts von dem Kind wissen, meine Oma hat glücklicherweise meinen Opa noch im selben Jahr kennengelernt und im nächsten Jahr geheiratet. Er wird für diesen Schritt heute noch bemitleidet. (Was irgendwie gemein gegenüber Oma ist, aber so wie sie ihn behandelt…). Die beiden hatten drei weitere Kinder, also Halbgeschwister meiner Mutter. Ich hab‘ nie so genau meinen biologischen Opa kennengelernt, aber er muss intelligenter gewesen sein, denn das hat meine Mutter im Gegensatz zu ihren Geschwistern. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie von meiner Ur-Oma großgezogen wurde, die sich ihr glücklicherweise annahm, da 1) meine Oma unfähig ist und 2) sie sowohl psychisch als auch physisch misshandelt wurde, wie ich erst vor zwei Jahren erfuhr. Meine Ur-Oma hat alles Mögliche getan, meiner Mama zu helfen. Und das hat sie gut gemacht. Nun weiter.

Also, bei der 3. Generation angekommen: Meine Mama und ihre Geschwister. Wie bereits erwähnt, sind meine Onkel und meine Tante nicht besonders helle. Der jüngste von den Vieren, hatte eine Frau, sehr beleibt, sie hatte bereits ein Kind, von dem ihr aber das Sorgerecht entzogen wurde. Mit dieser Frau setzte er zwei weitere Kinder in die Welt, meine Cousins. Besonders schlau sind die Beiden auch nicht, aber durchaus nett. Leider aber hatte es gute Gründe, warum dieser Frau das Sorgerecht für ihre erste Tochter entzogen wurde. Sie war (ist) durch und durch eine Psychopathin. Und das nicht in der Art und Weise wie ich es bin (sein könnte), denn ich kann mich durch und durch kontrollieren. Sie nicht. Sie hat (wie ich auch erst seit kurzer Zeit weiß) meine Cousins geschlagen (g’sunde Watschn – und darüber hinaus) und besonders psychisch misshandelt. Meine eher zart besaitete Cousine musste im Volksschulalter als Strafe Horrorfilme/Psychothriller anschauen. Wegsehen galt nicht. Mehr als einmal hatte diese Frau, von der sich mein Onkel relativ früh wieder scheiden ließ, totale Aussetzer. Sie fuhr in die Schweiz und fälschte eine Morddrohung, also, dass wenn mein Onkel nicht 100.000 Euro zahle, würde der Mörder sie in kleinen Stücken wieder nach Hause schicken. Per Post. Es wurde relativ schnell erkannt, dass das nicht echt war (gottseidank). Durch gewisse rechtlichen Kleinkram konnte mein Onkel aber nicht das alleinige Sorgerecht bekommen, hat gehofft, dass es ruhig bleibt bis die Kinder 18 sind, um sie dann ganz zu sich zu holen (was sich auch beide wünschen, mein Cousin ist schon öfters abgehauen, bzw. zu uns gekommen, da wir die EINZIGE „heile“ Familie in dieser Verwandschaft sind. Vergleichsweise geht’s mir so unglaublich gut, ich dürfte keinen Grund zur Klage haben.) Jedenfalls hat sie momentan wieder einen Totalausfall und spannt meinen Onkel aus (hat ihn bereits in der Wohnung eingesperrt, wenn er die Kinder holen wollte, horcht die Kinder nach eventuellen neuen Liebschaften aus und telefoniert denen nach), lässt meine Cousins nicht aus dem Haus (auch nicht tagsüber, sie sind zwischen 14 und 16). Mittlerweile läuft ein neues Verfahren, damit mein Onkel das alleinige Sorgerecht bekommt, ich hoffe inständig, es klappt dieses Mal.

Weshalb ich das jetzt so öffentlich erzähle? Ganz einfach: Es beschäftigt mich, da mir nichts einfällt, das ich tun könnte. Ich kann hoffen, dass das Verfahren zu Gunsten der Kinder und meines Onkels ausfällt, denn wenn dem nicht so ist, leben die Beiden für die nächsten Jahre in der Hölle. Da sie im Alter meiner Geschwister sind und die sich super verstehen, haben sie oft bei uns übernachtet, wie unter Freunden. Und wenn eine 8jährige ernsthaft wiederholt, dass sie gerne für immer da bleiben würde – dann sollte doch klar sein, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Ich tue mein Bestes, um Unterstützung – etwas Sicherheit zu geben, denn auch wenn der Ältere dieser Frau Paroli bietet, so sind sie ihr zumindest psychisch ausgeliefert. Es hat schon einen Grund, warum ihr Geist verkümmert scheint. Ich kann so etwas einfach nicht verstehen. Ich versteh’s einfach nicht. Aber ich ihnen helfen, wo ich kann. Für weitere Ideen bin ich offen, natürlich.

Einen gewissen Stammbaum habe ich zusätzlich skizziert, damit es klar wird, dass in diesem Umfeld – naja – einiges schief läuft. Bei den obligatorischen Verwandtentreffen – wie Ostern eben – merkt man das ganz deutlich. Ich glaube, ich habe durch die früheren Artikel bereits offen gelegt, dass ich mir viele Gedanken, besonders um emotionale Themen in meinem sozialen Umfeld mache. Und wie kindlich geprägt diese Gedanken sind, mit einer natürlicheren Moral- oder Ethikvorstellung. Wie auch immer – ich bin froh, in meiner Familie aufgewachsen zu sein, denn so mies es mir manchmal geht, ich könnte nie klagen, ich hätte ein schlechtes Umfeld in meiner Kindheit gehabt. Meine Eltern waren immer möglichst liebevoll, verständnisvoll und doch weisend, lehrend – wenn ich zurückdenke, idealisiere ich wahrscheinlich, aber sie kommen doch ganz nah an Bilderbucheltern, mit einem Hauch von Esoterik (bzw. von Homöopathie – QCT – Akupressur – The Secret – etc). Und das trotz DER Vergangenheit. Soll heißen: Jeder kann es schaffen, aus sich das Beste zu machen. Ich hab dafür täglich den Beweis.

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