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Hey, du wirst vermisst. Vermisst von mir. Allerdings tue ich mir schwer damit, zur Polizei zu gehen und eine Vermisstenanzeige aufzugeben, denn ich weiß, wo du dich aufhältst. Aber ich weiß nicht, wo du bist. Es ist schön mit dir – manchmal hab ich dich lieber auf Distanz und manchmal, so wie jetzt, halte ich unsere Distanz nicht aus. So weit entfernt. Und dabei meine ich nicht einmal die Anzahl der Meter, die uns trennt. Es ist eher, die Kälte, die sich immer mehr in unseren Gesprächen wiederspiegelt. Selbst die kalten Gespräche werden weniger. Die warmen sind sowieso nur noch wie kleine Wunder. Nein, wie große Wunder. Jedes Mal erblüht mein Herz aufs Neue, wenn es dir nahe ist, denn es freut sich, wenn du deinen fixen Platz darin einnimmst.

Manchmal verliere ich fast die Hoffnung. Du weißt, du bist mir wichtig, denke ich zumindest – also, dass du es weißt. Also bitte, lass mich nicht so oft alleine, nimm mich an der Hand und versteck dich gemeinsam mit mir von der Realität. Auf keinen Fall, auf keinen Fall gehst du alleine. Auch wenn du es so sehen willst, du bist niemals alleine. Es wäre schön, wenn du mich dann ein Stück weit mit dir gehen lassen würdest. Aber da das so selten der Fall ist, verliere ich manchmal fast die Hoffnung – und dann…. Und dann machst du was. Ein kleiner Satz, ein kurzer Anruf, ein Bild, oder sogar eine Umarmung, und es ist wieder alles gut. Eine kleine Bemerkung, die von Wärme strahlt, von Zuneigung zeugt und ich bin wieder voll dabei. Nicht Halbes mehr, es motiviert mich wieder, stets den Glauben an dich aufrecht zu erhalten. Du bist nicht meine Religion, du bist nicht meine Droge, du bist nicht mein Schwarm – nein, du bist ein Freund, fast ein Bruder.

So denke ich daran, wie ich an dich denke und bin verzweifelt, weil ich dich gerne an meiner Seite wüsste, mit dir über das Zeugs reden würde, das mich gerade so beschäftigt. Denn – ich merke, mir geht’s selbst nicht grad so super. Und in diesem Fall denke ich an dich?

Eine Woche zuvor, wir hörten zwei Wochen nichts voneinander und es störte mich nicht. Ich war die ganze Zeit mehr oder weniger happy, hatte Erfolg und war stark. Bin ich jetzt schon auch irgendwie, aber es ist etwas Trauriges, Melancholisches dabei. Und dabei wusste ich, dass es dir gut geht. Ich war in gutem Glauben, denn ich redete es mir genau so ein. Und glaubte es mir selbst. Bis ich nachdachte. Aber Nachdenken tut mir nicht so, ich komm immer nur auf falsche Gedanken. Und dann bin ich wieder traurig und denke daran, wie es dir wohl geht …. Genauso beschissen, wenn ich nachdenke. Wie gehst du damit um? Soll ich dich einfach anrufen? Freust du dich darüber, oder bist du nur genervt? Naja, ich werd’s wohl nie wissen, wenn ich nie frage. Und dafür bin ich definitiv zu verklemmt oder schüchtern.

Du bist mein Seelenspiegel.

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