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Der Affe rennt.
Der Affe keucht.
Der Affe kommt an und freut sich.
Der Affe kommt nicht wirklich zum verschnaufen.

Der Affe bin ich. So simpel ist das.

Ich freute mich, nun endlich kurz durchatmen zu können. In der letzte Woche habe ich eine halbe Woche lang einen Messestand organisiert und betreut und zeitgleich mein erstes Theaterstück auf die Bühne gebracht. Eigentlich ein Erfolg, nicht? Ich muss auch sagen, es hat durchaus Arbeit gekostet. Besonders das Stück, und das habe ich auch nicht alleine durchgezogen. Mit meiner Theatergruppe gemeinsam haben wir den ungefähren Handlungsrahmen erarbeitet, zusammengeschrieben wurde es vom Workshopleiter und von mir wurde es gründlich (textlich) überarbeitet und in eine Endfassung gebracht. Eine halbe Stunde lang unterhält es das Publikum, und ich habe, so denke ich, meine Kapazitäten gut genützt. Das rundum positive Feedback freut mich auf jeden Fall. Auch die Messe ist mehr oder weniger gelungen. Ich – oder ein unbekanntes wir – haben daraus eine interessante erste Erfahrung gezogen und lernen für die Zukunft. Wäre schön, wenn ich jetzt eine Pause bekommen würde, aber was will ich mich beklagen, bald sind eh die Osterferien. Jedenfalls bei mir.

Auch wenn es selbstverliebt klingen mag – ich freue mich jedes Mal, wenn ich selbst bemerke, wie Stress-Resistent ich bin. In (kurzfristigen) Stresssituationen, Konflikten, etc, wo auch die Öffentlichkeit oder andere externe Personen impliziert sind, bin ich extrem belastbar. Auch ohne psychische Folgen. Darauf bin ich stolz, und ich denke, zurecht.

Zudem beschäftige ich mich derzeit (wieder) durch die Schule mit dem Holocaust bzw. den Ursachen und Hintergründen. Als Filmbeispiele kann ich „Akte Grüninger“ und „Das radikal Böse“ angeben. Eine kurze Beschreibung:
Die Akte Grüninger beschreibt die Geschehnisse an der österreichisch-schweizerischen Grenze, ein hoher Beamter schmuggelt Juden im großen Stil über die Grenze und versorgt sie mit dem Notwendigsten mit Hilfe einiger seiner Leuten und anderen Beamten, sowie Freiwilligen. Schließlich weiß das ganze Dorf davon, die aber alle zu Grüninger halten, auch ein Untersuchungsbeamter der Regierung ist sehr ergriffen. Dennoch fliegt das Unternehmen auf und Grüninger wird dafür zur Verantwortung gezogen.
Das radikal Böse ist eine umstrittene Dokumentation. Es versucht, die psychologischen Ursachen und Hintergründe des Holocausts zu erklären, mit dem Fokus auf die „einfachen“, ausführenden Soldaten. Die Doku nimmt hier nachgestellte Spielfilmszenen zur Hilfe, was die Objektivität nimmt, da es kein Tatsachenbericht mehr ist. Dennoch ist es sehr informativ und interessant.

Was mich dazu bringt, dies hier explizit anzuführen? Obwohl es mich nicht direkt betrifft bin ich betroffen. Es lässt mir keine Ruhe, aber was meinen Zorn, meine Wut noch eher schürt ist die Ignoranz meiner Gleichaltrigen, die lieber vor dem Smartphone hängen und gar keine Betroffenheit zeigen. Ich versuche tatsächlich ihr Verhalten zu begründen, zu entschuldigen, zu akzeptieren – aber es fällt mir schwer. Genauso schwer fällt es mir, dieses Thema einfach loszulassen – und ich weiß nicht warum. Der Nationalsozialismus schafft es immer wieder meine Wut zu schüren. Auch konkret gegen „Neonazis“, die überhaupt nicht wissen, was sie da verehren, welches Gedankengut sie tatsächlich transportieren. Kaum einer von ihnen dürfte überhaupt „Mein Kampf“ gelesen und nur ansatzweise verstanden haben – was mit Blut und Boden gemeint ist, was Heim ins Reich bedeutet und was auch immer. Warum? Man könnte diesen Teil der Vergangenheit akzeptieren, daraus lernen und abhaken. Man könnte wirklich und ich glaube nicht, dass es wahnsinnig förderlich ist, auf Ewig ständig Buße zu tun. Wenn überhaupt jemand Buße tun würde. Tut aber eh niemand, es ist eher ein Wettstreit, wer die besten und größten und teuersten Denkmäler aufstellt. Pervers, aber Tatsache. Wie gesagt, es beschäftigt mich. Vor allem der moderne Umgang damit. Grausam und Ekelerregend – zumindest für mich.

Ich habe aber noch etwas Positives, das Beste kommt zum Schluss: Ich habe heute ein Album auf meinem MP3-Player gefunden, das ich mir noch nie angehört habe – ich glaub es ist Sam’s Town – auf jeden Fall von den Killers. Mir hat die Musik auf Anhieb gefallen und tut es jetzt noch. Ich bin schon gespannt, auf all die weiteren Lieder, die ich mir jetzt anhören werde. Das hat meinen Stimmung ungemein gehoben. Und ich habe ein Lederhalsband (locker, ohne Nieten etc), das seit einem Jahr verschollen ist, wiedergefunden. HURRA!!

Jetzt wünsche ich noch eine gute Nacht. Ich hoffe, ich komm jetzt wieder zu regelmäßigeren Postings. Falls nicht, besteht für interssierte Leser die Möglichkeit des „Abonnierens“. Einfach mit der Mail-Adresse einschreiben und du bekommst bei jedem neuen Artikel eine Mail zugeschickt. Wunderbar, die Technik, nicht?

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