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Wie schön – mein Schlaf ist in den letzten Tagen herrlich und entspannt (abgesehen von einer verspannten Schulter). Vielleicht liegt’s an den schönen Träumen von dir. Ich erzähl’s dir:

Nachdem ich mich einen Monat zuvor an einem Musikwettbewerb angemeldet habe, kam nun ein Brief mit der Zuteilung. Das System war einfach, man meldete sich an und pro Bundesland wurde eine Gruppe und eine Ersatzgruppe aus den jeweils Besten erstellt. Ich war überrascht und gespannt, dass ich genommen wurde. Eingeteilt wurde ich mit einem Mädchen, dass sang (derselben wie im letzen Traum, die uns begleitete) und einem schwarzafrikanischem DJ, ein Jazzer, mit dem ich gut auskam. Also trafen wir uns, wir wurden eingeladen auf eine Vorstellrunde von den Teams aus ganz Österreich, auf einem Schiff im Wolfgangsee. Auch wenn ich das Wasser liebe, langsame Schifffahrten in Gesellschaft sind von mir nicht favorisiert. Seltsamerweise mochte ich die – ich erinnere mich nicht mehr genau – Wiener oder Kärntner nicht besonders, mit ihrer arroganten Tour. Auch hier lässt meine Erinnerung nach – entweder vergiftete ich ihr Essen oder schubste sie über Bord. Mit den Tirolern und Salzburgern hingegen hatten wir es lustig.
Später, als die Schiffsfahrt schon eine Wochen zurücklag, hieß es, sich bereit zur Abreise machen. Aus mir unerklärlichen Gründen, waren wir ständig im Team unterwegs, aber verpassten fast unseren Abfahrtstermin mit dem Zug. Ich mit einem Kinderrad und die anderen Beiden auf einer Art Roller, fuhren so schnell wie möglich über große Straßen, Kreuzungen, einer Spielhalle aus einem anderen Traum und Ampeln, um ja noch rechtzeitig zu kommen. Die Dame, die uns begleiten würde, wartet schon auf uns. Besonders brenzlig wurde es auf einer großen Kreuzung, als ein oder zwei Militär-Wagen neben uns fuhren und uns beschossen. Angekommen am Ziel, schoben das Mädchen und ich unsere Transportmittel durch eine Holztür, in einen Gang. Der Gang war mit gelbem Kautschuk-Boden und roter Decke, links war eine längere Nische mit Couches und Glaswand ausgestattet. Nach der Nische waren an beiden Seiten massives Mauerwerk, mit einigen Türen in Büroräumlichkeiten. Wo der Gang endete, wusste ich nicht. Verschwitzt eilten wir voraus und ein kleiner Blick, der die Umgebung erfasste – erfasste dich mit. Du saßest ganz vorne auf einer Couch in der Nische, aber ich blickte sofort wieder zu Boden. Ich wollte mit dir so gerne Reden – aber wusste, dass ich dich dann nur schlimmer vermissen würde, jede Nicht-Nachricht nur noch mehr schmerzen würde. Die Dame wartete bereits auf uns, so ging ich mit klopfendem Herzen schnell an dir vorbei, tat, als ob ich dich nicht gesehen hatte und bemerkte dann zu meiner Begleiterin: Wo ist unser Dritter hin? – Ja, den hab ich vorhin an der Kreuzung verloren. – Scheiße, knurrte ich, zog mein rosanes Kinderfahrrad herum und wollte eilen, ihn zu holen. Die Dame nahm derweil schon das Mädchen in Empfang, welche sie informierte, wohin ich ging. Die Dame hatte etwas Beruhigendes, wir hätten noch genug Zeit. In dem Moment, als ich mich umdrehte, riefst du: Hey! mit einem verärgerten Unterton. Ich sah dich an. Dein Blick sagte mir: Warum ignorierst du mich? Das gab mir genug Anlass, um schnurstracks auf dich zuzugehen und dich fest zu umarmen. Es erwärmte mir das Herz, dass du mich ebenso fest an dich drücktest. Eine Träne wagte sich über mein Gesicht und tropfte auf deine nackte Schulter, du hieltest mich noch fester. Ich fühlte mich wohl und seufzte ein wohliges mhhh. Keine Ahnung, warum, aber du standest ohne T-Shirt da, und ich streichelte leicht deine schöne Rücken-Haut. Es fühlte sich so an, als würden wir uns nie wieder loslassen. Und das war ein gutes Gefühl. „Du hast eine schöne Haut“ „Und du ignorierst mich nie wieder“ „Nie wieder“ So blieben wir minutenlang einfach umarmend stehend. Ich wusste, dass du dennoch gehen würdest. Ich auch, aber das war etwas Anderes. Aber es war gut, denn ich wusste, dass du mich gern hattest und konnte dich gut gehen lassen. Wir würden uns wiedersehen. Deinen Duft einatmend gabst du mir ein bisschen Raum und ich drückte dir einen sanften, kurzen Kuss auf die Lippen. Es war nicht seltsam, nicht verwirrend, es war einfach ein kurzer Kuss und wir lächelten uns an. Dann sah ich auf den Tisch daneben und sah einige Dokumenten liegen. „Was machst du denn da?“ „Nichts Großes, nur die letzten Dokumente und Bewerbungsschreiben abgeben, damit ich problemlos weiterziehen kann.“ Er sah die Frau, die uns gleichsam mit meiner Begleiterin anstarrte, und begrüßte sie. Sie war auch für dich zuständig, und bevor du ihr die Papiere gabst, las ich sie mir durch und grinste, weil es sich las, als ob es ein Volksschüler geschrieben hätte, besonders von der Schrift her. Ich gab sie weiter, die Dame nahm die Papiere entgegen, blätterte sie nur kurz durch und sagte dann: „Tut mir leid, aber Sie sind abgelehnt.“ Gleichermaßen starrten wir sie erschrocken an, ich fragte, warum. „Ich habe selten so ein starkes Band gesehen, wie zwischen euch zwei. Es täte mir aufrichtig leid, wenn ich diejenige wäre, die euch trennt.“ Ich lächelte, nahm deine Hand. „Das ist schon in Ordnung so. Er muss gehen. Wir werden trotzdem nicht auf Ewig getrennt sein.“ Sie blickte dich an. Du blicktest mich an und lächeltest. „Nun, wenn ihr meint. In Ordnung, dann gratuliere ich dir. Komm bitte morgen vorbei, dann bringen wir dich weiter.“ „Danke sehr.“
Ich umarmte dich noch und wir küssten uns nochmals kurz, dann ging ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht mit den Fahrrad fort.

Nun weißt du, was ich von dir so träume – ich hoffe du schläfst und träumst so gut, wie ich es tue. Obwohl ich weiß, dass du keine leichte Zeit hast, die hast du nie. Aber im Traum…

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