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I had a dream – nicht so weltbewegend wie der Traum Martin Luther Kings‘, aber dennoch schön.

Wir fuhren in einem Auto. Du am Steuer – obwohl ruhig, zweifelte ich dennoch deine Fahrkünste an. Hinten saß eine gemeinsame Bekannte, die uns beiden gleichermaßen zu Lasten liegt, und dennoch gehört sie dazu. Unsere Mission: In die Zentrale einbrechen, um den Autoradiosender zu verstellen. Ja, die Radiosender wurden bei den Einsatzfahrzeuge, allesamt schwarze Geländewagen, zentral koordiniert. So fuhren wir in einer nebligen Nacht, durchflutet von den Straßenlaternen auf einer Kiesstraße, an dessen Rand Wiesen grenzten. Die Straße war wie eine Spirale angelegt, in dessen Mitte die Spitze eines sanften, grasbewachsenen Hügels liegt, dessen Wölbung nicht viel größer als die des Teletubby-Hauses. Direkt unter der Spitze des Hügels befand sich, von der Bauweise einer Hobbit-Höhle ähnlich, die Zentrale. Die Straße endete in die Betonierte Einfahrt in die Zentrale und sobald wir die erreichten, ohne große Aufregung aber doch innerer Zerwühltheit (bis auf unsere Bekannte), sprangen wir aus dem Wagen. Du suchtest schnell nach dem betreffenden Schalter, ich kannte mich weniger aus, suchte dennoch mit. Es waren zwei, drei Männer im Raum, allesamt mit schwarzer Schutzkleidung und bewaffnet, die uns aber in Ruhe ließen, uns sogar halfen. Sobald du den Schalter gefunden hattest, batest du mich, zurück in den Wagen zu steigen, sodass ich dir mitteilen konnte, wann der richtige Sender eingestellt war. Ich sprang die drei, vier Meter zurück und horchte angestrengt, aber der gewünschte Sender war nicht verfügbar. Wir mussten weiter, eine Ebene höher – im hierarchischen Sinne, im wirklichen Sinne konnten wir nicht höher steigen. Also fuhren wir ein Stück zurück, aber da wir in eine andere Richtung als die der Straße mussten, stiegen wir aus und liefen einen kleinen Wanderpfad entlang durch die Wiese. Du gingst links von mir, einen halben Schritt vor mir, unsere Begleiterin hinter uns, gelangweilt. Nach einiger Zeit hieltest du deine rechte Hand auf die Höhe meines Bauches, bedeutetest mir, vorsichtig zu sein, langsamer zu gehen. Es war Gefahr in der Luft. Entdeckt hatte man uns schon lange, dass wir den Radiosender ändern wollten, aber bis jetzt war es unheimlich ruhig um uns gewesen. Ich wusste es zu schätzen, dass du mich so beschützen wolltest, aber ich konnte mich wahrscheinlich fast besser verteidigen als du. So nahm ich deine Hand, die immer noch schützend vor mir war, umarmte dich damit, die andere Hand über deine linke Schulter gelegt, und das Kinn in die rechte Senke an der Schulter gelehnt war ich dich halb-umarmend, wir blieben stehen. Ich fühlte, dass es dir Sicherheit gab und atmete ruhig. Ich lächelte dir aufmunternd zu und du warst dir wieder deiner sicher und wurdest ruhiger. Seltsamerweise waren wir wieder im Auto, auf der Straße, stehend. Du am Lenkrad, ich auf dem Beifahrersitz, dich immer noch umarmend. Wie ein plötzlicher, aber reibungsloser Szenenwechsel – die Bekannte war auch wieder in der hinteren Reihe.

Ich habe keine Ahnung, ob und wie es weiterging. Vielleicht denk ich mir mal dazu was aus. Schließlich kann kein einfacher Bürger einfach so den Radiosender eines Dienstfahrzeuges ändern.

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