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Wenn ich meine eigenen Texte ein paar Tage später durchlese, so komme ich ab und zu zum Schluss, dass ich mich wie ein verknallter Teenager anhöre. Lustig, da das wahrscheinlich das Einzig sicher unwahre ist. Und dabei denke ich auch an die „Erwachsenen“ die sagen, dass man mit 17 noch keine Ahnung vom Leben hat.

Fakt ist: Ich hab mehr durchgemacht als die meisten Erwachsenen, oder genauer noch: Ich steck immer noch mittendrin. Abgesehen von einer leichten Sozial-Phobie, einen dezenten Hang zur Schizophrenie und allgemeinen sozialen Inkompetenzen haben körperliche Beschwerden (Neurodermitis) mich ziemlich hart geprägt und auch wenn mein Körper erst 17 ist, so ist mein Geist wesentlich älter. Die aufgezählten psychischen Störungen habe ich so früh mitbekommen, dass ich es selbst in der Hand habe und eine übermäßige Selbstkontrolle habe (außer es geht um Aufgaben erledigen). Na auf jeden Fall empfinde ich Liebe. Sei es Freundschaft-Liebe oder Liebe-Liebe. Ich nenn es jetzt einfach Liebe, Typ F und L.

Während ich vergeblich auf eine Nachricht warte, Nachricht, wie es dir geht, was du so tust, was in deinem Kopf vorgeht, habe ich eine Erinnerung. Vor zwei, drei Wochen oder so, war was – für mich wars witzig, für Außenstehende musste es ziemlich vertraut aussehen, mit einem anderen Kerl. Eine Freundin war dabei und wir blödelten über das Vorgefallene – du bekamst das mit und das nächste Mal, als wir redeten, sprachst du mich darauf an… Wer das gewesen sei, warum ich das gemacht hätte und was ich mir dabei gedacht hätte. Ich für meinen Teil finde es immer noch witzig, aber du, ich weiß nicht, hast komisch reagiert. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Aber diese Einbildung, du hättest für einen Moment eifersüchtig sein können, erfüllt mich so mit total irrationalen Glücksgefühlen. Vielleicht, weil ich mich dann mehr Wertschätzen kann. Und glaub dabei nicht, dass ich meinen Wert nicht erkenne – ich weiß, dass ich viel Wert bin. Meistens verkaufe ich mich zwar drunter, aber – ich kann nicht anders. Auf jeden Fall wär’s schön, Nachricht von dir zu haben, diese langen Stillschweigetage sind Gift für mich. Irgendwann, irgendwann werden wir vielleicht für immer getrennt sein, wenn unsere Wege sich verabschieden, und dann werde ich auch irgendwann dich vergessen. Aber das möchte ich nicht, und jetzt will ich dich auch nicht vergessen, die Zeit zu zweit schenkt mir so viel Kraft.

Weißt du, was komisch ist? Es gab da mal jemanden vor dir, ich fand ihn nett und wäre gerne mit ihm befreundet gewesen, aber irgendwie redeten wir nie, obwohl wir so nah waren, dass wir uns praktisch jeden Tag sahen. Aber irgendwie waren unseren interessanten Gespräche nie von Dauer, er schrieb auch selten zurück und ich war bis heute noch der festen Überzeugung, dass er mich nicht mochte. Ich hatte keine Ahnung warum, und das ärgerte mich. Heute erfuhr ich von einem Gespräch über mich. Er denkt, ich sei klüger wie er und zollt mir Respekt, weil ich schon genau weiß, was ich machen will. Er bringt für all das, was er mir davor mal an den Kopf geworfen hat, größtes Verständnis auf und bewundert mich für meine Einstellung (ich weiß nicht, woher er das überhaupt von mir weiß). Habe ich etwas verpasst? Das … das verwirrt mich zutiefst. Er glaubt, über mich zu wissen, und weiß doch gar nichts. Ich bin nicht klüger wie er, wir sind auf demselben Level. Ich weiß zwar was ich will, aber mit Jedem mehr, dem ich davon erzähle, bekomme ich mehr vor Augen geführt, dass es unsinnig ist und zu keinem anständigen Leben führen wird, was mich ziemlich verunsichert, da ich auf die Meinung von Jedem höre. Er hat Angst vor der Zukunft, ich sage mit Sicherheit, dass er das Alles schaffen wird. Wir haben sogar beinahe idente Interessen – schon seltsam.

Nur damit du so weißt, was bei mir gerade so passiert. Und was bei dir? Ich weiß, ich bin dir nicht völlig egal. Ich hoffe, ich bin dir nicht völlig egal. Bilde ich es mir bloß ein? Ich will nicht wieder eine Hoffnungs-Blase aufbauen, die von dir rücksichtslos zerplatzt wird. Ich möchte gerne bei dir sein, in deinen Armen liegen und dich fest an mich drücken, dir Liebe schenken, dir zeigen, was für ein unglaublicher Mensch du für mich bist. Solange das nicht passiert, kann ich ja weiter hoffen, mich aufopfern denn wenn du glücklich bist, bin ich glücklich. Und wenn das Überstunden und innerer Zerfall meiner Seele bedeutet. Das wird schon wieder. Oder?

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