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Medienastürme sind nichts Unbekanntes oder Seltenes mehr. Der letzte, den ich mitbekommen habe, war wegen des Outings eines deutschen Ex-Nationalspielers. Er ist homosexuell. Oh mein Gott – die Schwuchtel! So? Nein!
Gleichberechtigung ist leider nichts Selbstverständliches, leider. Aber ich finds gut, dass jetzt gleichberechtigt wird. Außer den übertriebenen Feminismus, der ist Überflüssig (in Barbie das Böse zu sehen fällt mir äußerst schwer, auch wenn ich nie mit ihnen spielen mochte).
Es liegt – natürlich – viel an der Erziehung. Wie so ziemlich alles, was einen Menschen in seiner Persönlichleit prägen kann. Sogibt es Eltern, die ihren Kindern beibringen, Schwule/Lesben sind prinzipiell böse, es gibt welche, die loben diese fürs „Anderssein“ in den Himmel, und dann gibt es noch Eltern, die dieses Thema nicht behandeln, bzw. dem Kind keine Meinung einreden wollen. Meine Eltern gehören zur dritten Sorte, und das war, glaube ich, auch das Beste. So mache ich bis heute keinen Unterschied aufgrund visuell oder persönlicher anderer Erscheinung als die Meine. Wobei ich auch dazusagen muss, dass ich in den seltesten Fällen auf Äußerlichkeiten achte.
Ich gehe ganz einfach nach dem Folgenden Prinzip: Verhält sich mein Gegenüber wie ein Idiot, wird er/sie als solcher behandelt. Ist mein Gegenüber nett zu mir, bin ich nett zu ihm/ihr. Was ich auch schon gehört habe: Du magst mich nur nicht, weil ich schwarz bin. Das ist absoluter Blödsinn und ich finde diese Argumentation ist genauso lächerlich, wie wenn jemand sagt, ich bin blond, ich darf dumm sein. Aber es ist nicht für jeden so selbstverständlich, die Menschen nicht auf diese Art und Weise zu beurteilen, wie für mich. Ein Beispiel: ein langjähriger Freund der Familie kam mal zu uns und „outete“ sich, als ich noch ein wenig jünger war. Er sagte, er sei schwul und darauf antwortete ich (Quelle: Mama) „Na und?“ Er blickte mich darauf hin verwirrt an und ich fragte bloß „Du kommst uns doch trotzdem besuchen, oder?“ Darauf hin haben alle gelacht und ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen.
Es gibt natürlich auch den ersten Eindruck, der für die Symphatie und damit auch meine Einstellung und Wertung gegenüber der Person ausschlaggeben ist. Dieser ist aber individuell und hängt wirklich nicht von Hautfarbe, Herkumft, Religion oder Sexualität ab. Aus Erfahrungswerten kann ich Grundzüge des Charakters mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Verhalten einer Person voraussagen, aber auch dies ist immer eine Variable.
Ein weiterer Punkt sind Verstoßene der Gesellschaft, die auch nicht die Möglichkeit haben, wie z.B. Femen-Aktivistinnen für ein besssres Betragen ihnen gegenüber zu kämpfen: Kriminelle bzw. Gefängnis-Insassen. Ich hatte einmal bereits die Möglichkeit, bei der Gefängnis-Seelsorge der lokalen Vollzugsanstalt anwesend zu sein, wosich eine Theorie meinerseits bestätigt hat: Das sind auch nur Menschen. Mag seltsam, und vorallem selbsverständlich, klingen, aber das ist es nicht. Ich finde, es sind sehr interessante Menschen und jeder von ihnen hat eine (interessante) Geschichte, wie er zu dem wurde, was er war. Um ehrlich zu sein, fand ich einige Unterhaltungen wesentlich anregender als mit „freien“ Leuten.

Fazit: JEDER hat diesselben Voraussetzungen von mir gut/schlecht Behandelt zu werden. Außer Idioten. Die nicht.

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