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Gibt’s jemand da draußen? Jemanden außer mir?

Jemand, der eindeutig in die falsche Zeit hineingeboren wurde.
Jemand, der gerne in Zeiten der richtig großen politischen, musikunterstützten Bewegungen gelebt hätte?
Jemand, der (Punk)Rock nicht einfach nur gerne hört?
Jemand, der Musik lebt?

Ja, es gibt verschiedene Lebensstile, und kaum ein Mensch kann genau nur einem zugeordnet werden. Der eine da ist total der Business-Typ, steht aber auch auf den Wind im Haar, wenn er am Wochenende mit seiner großen Liebe die Highways unsicher macht. Der andere, der Typ mit dem seltsamen Wollschal, der ist ganz klar ein Hipster, interessiert sich aber auch tatsächlich für hohe Literatur. Und die Lady dadrüben ist voll der Katzen-Typ, sicher hat sie mindestens fünf zuhause, aber sie hat auch einen echt coolen Faible für Adrenalinkicks.

Und ich?
Manchmal glaub ich echt, ich habe multiple Persönlichkeiten. Aber ich hab nur unüberschaubar viele Interessen, sodass ich manchmal selbst nicht weiß, wer ich bin. Manchmal bin ich todtraurig darüber und suche verzweifelt den Sinn meines Daseins und manchmal denke ich, ich hab ganz normale „Teenager-Sorgen“ (was nicht ganz stimmt).
Und meistens, meistens gehen mir die Welt und ihre Belange auf die Nerven und ich setze meine Kopfhörer auf, lege gute Musik ein und genieße einfach. Klassiker wie The Who, Nirvana oder Pink Floyd, neuere Bands wie Muse, The Dandy Warhols, The Killers – alles ist dabei. Selten höre ich Genre-Übergreifend (dann kommt Carmina Burana nach Rammstein nach Cindy Lauper :S). Ich bin keinem bestimmten Musik-Genre zuzuordnen, aber mein Liebstes, mein „Heimathafen“ ist eine Mischung aus Punkrock, HardRock, Metal und ähnlichem. Und es ist verdammt gute Musik – es ist ein Lebensstil. Ein verdammt positiver Lebensstil und er tut verdammt gut. Mit Rock nehme ich das Leben leichter, nicht weniger ernst, aber leichter:
Statt an einem Problem zu zerbrechen suche ich kreative Lösungswege.
Statt mich an den unfreundlichen Leuten zu ärgern, begegne ich ihnen mit guter Laune und versuche, sie anzustecken.
Statt mich von anderen runtermachen zu lassen, bleibe ich kühl und lasse sie mit List und Wortgewandtheit verstummen.
Statt mich sinnlos mit „Kollegen“ zu besaufen, sitze ich am Abend gemütlich bei einem kühlen Bier mit Freunden zusammen.
Statt am Realismus (der Realität) kaputtzugehen, setze ich mir Ziele um meine Träume zu erreichen.
Statt in der langweiligen, grauen, bürokratischen Welt zu versinken, bringe ich Farbe hinein. Auch wenn diese Farben meist Schwarz und Dunkelblau sind, welche für mich eben eine größere Bedeutung haben.

Die Welt ist lebhaft und interessant – aber wer sich nicht aus seiner Schale hinauszuschauen traut, wird sie nie erblicken. Ich habe auch meine Down-Phasen, Depressionen und Leiden, die nie zu enden scheinen. Aber ich habe Rock.
Ich habe Energie.
Ich bin Energie.
Ich lebe.

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