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Kommt jetzt ein Standard-Artikel zu Weihnachten? Nein. Nur ein kurzes Statement zu dem Fest der Fester. Ich persönlich nehme Weihnachten nicht so hoch, ich finde den Hintergrund nett, aber es ist eine weitere Lüge der Menschheit an sich selbst, hat was mit meinem realistischen Pessismismus zu tun. Was den Kommerz betrifft: Klar, Liebe ist immer noch nicht käuflich, aber der kommerzielle Handel ist für mich einer der Hauptgründe, warum Weihnachten nicht das Fest der Liebe des Christentums und der Geburtstag von Jesus ist, sondern eher ein internationales, mulit-religiöses Fest des Friedens und der Familie/Freunde.

Weitaus wichtiger ist für mich im Moment, dass bald die drittel Staffel von Sherlock ins Fernsehen kommt. Vielleicht war es dem ein oder anderen ein Leichtes von meiner Liebe zur Rationalität (was für ein Widerspruch) zu meiner Liebe zu den Werken von Sir Arthur Conan Doyle zu kommen. Ich habe, seit ich ca. 12 bin, alle originalen Sherlock Holmes-Werke gelesen, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und sie bildeten den größten Teil meiner Gute-Nacht-Geschichten, auch heute erfreue ich mich manchen Abends der Vertonungen der Abenteuer von Holmes und Watson aus dem Hause Maritim – wunderbare Stimmen, wunderbare Produktionen. Nun ja, als ich vor einer ganzen Weile davon erfahren habe, dass das Ganze ordentlich in einer Serie verfilmt werden sollte und dabei die Holmes-Abenteuer ins 21. Jahrhundert versetzt werden sollte, war ich sehr kritisch. Es ist allgemein hin bekannt, dass Buch-Verfilmungen meist miserabel ausfallen und der Zeitsprung – die Lebensart des Britannien zu Holmes‘ Zeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Charmes, die die Geschichten aufbauen – das würde niemanden gelingen, dennoch die Art und den Charakter des Mr. Holmes stimmig wiederzugeben. Ich habe mir dann dennoch, aus Neugierde, die erste Folge der Serie „Sherlock“ gegeben. Schon allein der Titel – es ziemt sich nicht, sich am Vornamen zu nennen, was soll das? Nun gut, bald war ich ziemlich still, denn ich musste erkennen, das die Umsetzung wahrhaft gelungen ist. Eine perfekte Wahl der Schauspieler, Benedict Cumberbatch ist ein wunderbarer Sherlock Holmes, verleiht ihm auch von der körperlichen Seite her etwas ungemein Attraktives – als ob Holmes nicht schon seiner Geisteskräfte und dem Charakter wegen begehrenswert gewesen wäre! Auch Watson ist fabelhaft umgesetzt, es räumt mit dem Vorurteil, Watson sei dick oder untersetzt, auf. Was aufmerksame Leser wissen, ist, dass er wahrhaft ein Frauenschwarm war, und auch selbst dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan war. Was ich leider sagen muss, Sherlock wirkt barscher und härter gegenüber John, Holmes ist seinem Freund Watson im Original doch etwas sanfter und nachgibiger gegenüber – was nicht zuletzt zu den Gerüchten führte, sie führten eine Liebesbeziehung. Auf jeden Fall schaute ich mir sofort auch die anderen Folgen an und in der darauffolgenden Zeit mehrmals und – was mich überraschte – die Spannung wurde jedes Mal von neuem aufgebaut und gehalten. Niemals werden diese Folgen langweilig.

Und deshalb, deshalb freue ich mich auf die dritte Staffel Sherlock.

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