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Am 3. Dezember 2013 wurde im großen Haus des Landestheaters Bregenz um 10.00 Uhr die Komödie „Die Physiker“ nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Dürrenmatt gespielt. Regie führte Helene Vogel.

Gespielt in zwei Akten wurden drei Physiker thematisiert, die sich im Irrenhaus befinden. Alle drei scheinen verrückt und zwei von ihnen, Ernesti und Beutler begehen auch je einen Mord, an welchen ein Kommissar verzweifelt, da er die Täter nicht festnehmen kann. Als Möbius, dem Salomo erscheint, seine Familie bei einem Abschied regelrecht verjagt, gesteht seine Krankenschwester ihr Wissen um seinen normalen Geisteszustand und ihre Liebe. Daraufhin wird sie von Möbius erdrosselt. Die anderen Physiker gesellen sich zu ihm und sie offenbaren, dass sie eigentlich zwei Agenten von verschiedenen Geheimdiensten sind, die Möbius für den genialsten Physiker überhaupt halten und für ihre Zwecke verwenden wollen. Dieser weigert sich mit der Begründung, dass falls seine Entdeckungen unwissenden Menschen in die Hände fallen, würde die Welt untergehen, da die Menschheit noch nicht bereit dafür sei. Nach langem Zögern stimmen die Agenten Möbius zu und erklären sich dazu bereit, für immer im Irrenhaus zu bleiben. Die Leiterin des Irrenhauses allerdings hat Möbius Genie auch erkannt und seine Aufzeichnungen kopiert, die sie erfolgreich und mächtig machen sollen. Die Physiker hält sie weiterhin eingesperrt.

Die Inszenierung wurde eng an der Vorlage gehalten, tatsächlich gab es nur kleine Änderungen in einzelnen Sätzen, die Schauspieler agierten professionell. Leider ging der Enthusiasmus bei dieser Professionalität etwas verloren, es war leicht zu bemerken, dass die Schauspieler dieses Stück schon einige Male aufgeführt und eine Routine hatten. Dieser Zustand verbesserte sich etwas im zweiten Akt, es wurde damit wesentlich lebendiger und interessanter.
Das Bühnenbild wurde einfach gehalten, der Salon, in dem sich das Stück abspielt, wurde ausgedrückt mit einem Sofa und anstelle des Kamins wurde ein Tischchen im hinteren Teil der Bühne gewählt. Dies schadete dem Auftritt nicht, da der Fokus nicht auf der Einrichtung liegt, im Gegenteil, somit ist die Konzentration automatische bei den Figuren.
Die Wahl der einzelnen Schauspieler ist gut gelungen, sie entsprechen dem ungefähren Alter, das ihrer Wirkung entspricht, lediglich die Polizisten, der Assistent hätte jünger sein dürfen und dafür der Kommissar wesentlich älter. Sie haben alle, auch die Jungschauspieler, laut und deutlich gesprochen, es gab keine merklichen Aussetzer und das Stück lief insgesamt flüssig.

Fazit: Es war eine gute, einfache und professionelle Inszenierung, das einzige was (mir) fehlte, war die Leidenschaft.

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