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Um ehrlich zu sein, ich finde „Poetry Slam“ ziemlich interessant, ein ganz bestimmter Slam war sogar mein erster Zugang zu „echter“ Literatur, Literatur abseits von trivialen Romanen. Wer Poetry Slam nicht kennt – innerhalb von 6 Minuten (je nach dem auch 5) hat ein Künstler – „Slammer“ – die Möglichkeit einen selbstgeschriebenen Text zu präsentieren. Zum Text selbst gibt es, außer der Zeitbegrenzung, keine Vorgaben, d.h. von Lyrik bis Kurzgeschichte ist so ziemlich alles erlaubt. Der Gewinner wird durch die Begeisterung im Publikum oder Juroren bestimmt. Je nach Größe des Slams gibt es dann auch noch ein Finale etc.

Ich habe gestern den ersten reinen Poetry Slam gesehen, der Jam of Poetry im Spielboden. Bisher war ich leider nur auf Mischveranstaltungen, d.h. es waren Slammer, Musiker, Redner, … dabei, aber wie gesagt, gestern war ich bei einem reinen Poetry Slam. Es ist eine relativ kleine Runde, aber dafür umso gemütlicher, Viele scheinen schon in der Szene bekannt zu sein, andere sind – wie ich – nur so zum Zuschauen/Zuhören da. Wer pünktlich kommt, kann auch noch unmittelbar vor dem Slam sich einschreiben, hauptsache man hat etwas zu sagen. Fazit: Sollte ich es schaffen, bis zum 12.12 einen guten Text zu produzieren bin ich durchaus geneigt, mich selbst einmal zu versuchen. Dies ist der letzte heurige Poetry Slam im Spielboden, er scheint doch recht bekannt zu sein, jedenfalls in Vorarlberg.

Sollte ich mich dazu überwinden, teilzunehmen – wünscht mir Glück. Ich bin nicht unbedingt scharf darauf, mit allen Mitteln zu gewinnen, es ist natürlich immer ein gutes Gefühl, aber meine Teilnahme wäre eher ein Ausstrecken meiner Fühler auf der Slam-Bühne. Auf einer Bühne fühle ich mich sowieso ziemlich wohl – also warum nich?

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